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Anfang Dezember. Über Nacht hat es geschneit, zum ersten Mal so richtig. Der Dorfplatz in Moos ist still, die Dächer tragen weiße Hauben, und über dem Tal liegt dieses klare, kühle Licht, das es nur im Winter gibt. Am Nachmittag dämmert es früh. In den Stuben gehen die Lichter an, und aus der Küche zieht der Duft von Zimt und Butter durchs Haus.
Wir mögen diese Wochen sehr. Die Sommergäste sind längst daheim, der Winter kommt langsam in Fahrt, und das Tal wird ein wenig leiser.
Viele von euch kennen Sexten mit Staub an den Bikeschuhen oder nach einem langen Skitag an der Rotwand. Ihr kennt die Trails, die Pisten, euren Lieblingsplatz auf der Terrasse. Im Advent zeigt sich das Tal von einer anderen Seite. Genau diese Seite möchten wir euch zeigen – und dazu die Weihnachtsmärkte im Pustertal, die wir selbst gern besuchen.
Der Advent kommt in Sexten nicht mit Pauken und Trompeten. Eher mit Bläsermusik von der Kirche her, mit dem Knirschen des Schnees unter den Schuhen und dieser kalten, klaren Luft, die ihr nach einem Tag draußen bis in die Fingerspitzen spürt.
Einen eigenen Weihnachtsmarkt gibt es bei uns in Moos nicht. Dafür schenkt uns der Advent hier etwas anderes: Ruhe. Am Abend zählen andere Dinge: ein gutes Essen, ein Glas Wein und die Geschichten vom Tag. Wer Lust auf Glühwein und Lichterglanz hat, ist trotzdem in wenigen Minuten mittendrin – und danach schnell wieder zurück in der Stille.
Einen Südtiroler Weihnachtsmarkt erkennt ihr mit geschlossenen Augen. Am Zirbenholz der Hütten. Am Zimt, der über allem liegt. An den Strauben, die frisch aus dem Fett kommen und unter einer Wolke Puderzucker verschwinden. Und an den Pusterer Tirtlen: außen knusprig, innen Spinat und Topfen, die Spezialität unseres Tals.
Dazu eine warme Tasse in kalten Händen, Kirchtürme vor verschneiten Gipfeln, und irgendwo zieht der Nikolaus mit seinen Krampussen vorbei. Krippen, Christkind und Krampuslauf gehören hier zum Dezember wie der erste Schnee zu den Zinnen.
Innichen liegt gleich nebenan, Toblach nur wenige Kilometer weiter. Für Bruneck, Cortina oder Lienz nehmt ihr euch am besten einen ganzen Nachmittag Zeit. Mit dem Südtirol Guest Pass seid ihr in Südtirol mit Bus und Bahn kostenlos unterwegs. So könnt ihr euch ganz auf den Abend einlassen, ohne an die Heimfahrt denken zu müssen.
Sechs Märkte haben wir für euch ausgewählt, vom kleinen Abendmarkt in Niederrasen bis zum großen Christkindlmarkt in Bruneck. Jeder hat seinen eigenen Charakter. Im Folgenden erfahrt ihr, was ihn besonders macht, wie lange ihr unterwegs seid und was ihr nicht verpassen solltet.
Entfernungen und Fahrzeiten ab dem Alpenblick in Moos, gerundet. *Außerhalb Südtirols gilt der Südtirol Guest Pass nicht.
ca. 9 km · ca. 10 Min. mit dem Auto
Die Dolomiten Weihnacht in Innichen liegt uns am nächsten und ist auch der besinnlichste Markt. Die kleinen Holzhütten stehen in der Fußgängerzone rund um die St.-Michaelskirche und den Musikpavillon, dahinter die verschneiten Gipfel. Kein Gedränge, dafür Zeit für Glühwein und Lebkuchen.
An den Ständen findet ihr Christbaumschmuck, den ihr noch viele Winter lang gern wieder auspackt, feine Schnitzereien aus duftendem Zirbenholz und handgefertigte Mützen und Schals. Hier fühlt sich Weihnachten an wie früher bei den Großeltern. Und wer weiß: Vielleicht schauen sogar Nikolaus und Christkind vorbei.
Unser Tipp: Perfekt für einen spontanen Abend nach dem Skitag – oder nach einer Rodelpartie am Haunold.
ca. 13 km · ca. 20 Min. mit dem Auto
Am Dorfplatz vor der Pfarrkirche dreht sich vieles um die Pustertaler Küche: Tirtlen, Gerstsuppe, Almkäse und ein Apfelglühwein dazu. Hier wird nicht gebummelt, hier wird gekostet.
Im Pavillon gibt es nur handgemachte Einzelstücke, im Kulturzentrum Adventkonzerte. Und rund um den Nikolaus zieht der älteste Krampuslauf Südtirols durchs Dorf.
Unser Tipp: Unbedingt die Tirtlen probieren. Den Krampuslauf Anfang Dezember erlebt ihr besser ohne ganz kleine Kinder.
ca. 38 km · ca. 50 Min. mit dem Auto
Bruneck gehört zu den fünf Original Südtiroler Christkindlmärkten. Die Holzhütten ziehen sich durch die ganze Altstadt, darüber wacht das beleuchtete Schloss. Hier ist der Advent ein bisschen größer, aber nie hektisch.
Im Ansitz Sternbach zeigen Handwerker ihr Können, dazu kommen eine lebende Krippe, Konzerte und am Wochenende ein Programm für Kinder. Der Markt ist als Green Event zertifiziert. Und für die Strauben mit Preiselbeeren lohnt sich jede Schlange.
Unser Tipp: Verbindet einen Skitag am Kronplatz mit dem Marktbesuch. Die Talstation liegt nur wenige Kilometer entfernt.
ca. 44 km · ca. 55 Min. mit dem Auto
Die Holzstände reihen sich am Corso Italia, der Flaniermeile von Cortina, zwischen Boutiquen und Cafés. Schlendern ohne Ziel und ohne Eile: mit einer heißen Schokolade in der Hand und gerösteten Maroni in der Tasche.
An der Fassade des Comun Vècio öffnet ein Adventkalender mit Kunstinstallationen seine Fenster. Dazu Stickereien, Kerzen und Spielzeug, für die Kleinen das Dorf des Weihnachtsmanns an der Piazza Dibona – und rundherum die Ampezzaner Dolomiten.
Unser Tipp: Der Markt öffnet erst kurz vor Weihnachten, deshalb ist er ideal für die Tage bis Neujahr. Schon die Fahrt durchs verschneite Höhlensteintal lohnt sich.
ca. 30 km · ca. 35 Min. mit dem Auto
Im Freizeitpark von Niederrasen, am Eingang des Antholzertals, öffnet im Dezember an den Wochenendabenden ein kleiner Markt. Vor den verschneiten Gipfeln der Rieserfernergruppe geht es um lokales Handwerk und traditionelle Leckereien, abseits vom Trubel.
Unser Tipp: Wer Zeit hat, fährt vorher weiter ins Tal und spaziert um den Antholzer See.
ca. 50 km · ca. 55 Min. mit dem Auto
Rund um den Hauptplatz und die Liebburg dreht sich alles um altes Handwerk. In der „Lebenden Werkstätte“ schaut ihr Handwerkern über die Schulter, im Rathaus wartet eine Krippenausstellung. Probiert unbedingt das Lienzer Lebzelt nach einem Rezept von 1644.
Unser Tipp: Kommt am späten Nachmittag. Dann erlebt ihr, wie sich an der Liebburg das nächste Adventkalenderfenster öffnet. Der Markt endet an Heiligabend.
Mit Bus und Bahn: Mit dem Südtirol Guest Pass fahrt ihr in Südtirol kostenlos mit Bus und Regionalzug. Außerhalb Südtirols gilt er nicht. Öffnungszeiten: Viele Märkte öffnen unter der Woche erst am Nachmittag. Die aktuellen Zeiten erfahrt ihr bei uns an der Rezeption.
Irgendwann ist der letzte Glühwein getrunken, die Tüte Maroni leer und die Tasche ein Stück schwerer. Dann geht es zurück nach Sexten, wo es still ist, die Zinnen sich im Dunkeln nur erahnen lassen und im Alpenblick noch Licht brennt.
Zimtduft in den Haaren, Zirbenholz im Gepäck, Zinnenblick am nächsten Morgen. So fühlt sich der Advent bei uns an.
Wir freuen uns auf euch – diesmal vielleicht im Advent.
Rund um Sexten liegen die Märkte in Innichen, Toblach, Niederrasen und Bruneck. Der Brunecker Markt gehört zu den fünf Original Südtiroler Christkindlmärkten. Etwas weiter entfernt lohnen sich Lienz in Osttirol und Cortina d'Ampezzo.
Die Dolomiten Weihnacht in Innichen, rund 12 km vom Alpenblick entfernt. Mit dem Auto seid ihr in etwa 10 Minuten dort, auch der Bus fährt regelmäßig.
In Sexten nicht. Dafür liegen die Märkte in Innichen und Toblach nur wenige Minuten entfernt.
Ja. Mit dem Südtirol Guest Pass, den ihr im Winter bei uns inklusive bekommt, fahrt ihr kostenlos mit Bus und Bahn nach Innichen, Toblach, Bruneck und Niederrasen. Nach Cortina geht es mit dem Bus über Toblach, nach Lienz mit dem Zug ab Innichen – außerhalb Südtirols gilt der Guest Pass allerdings nicht.
Innichen, Toblach und Bruneck öffnen Ende November und bleiben bis Anfang Januar, in Innichen allerdings bis kurz vor Weihnachten nur an den Wochenenden. Lienz beginnt schon Mitte November und endet an Heiligabend. Cortina öffnet erst kurz vor Weihnachten, und in Niederrasen ist nur an den Wochenendabenden im Dezember geöffnet.
Der Markt in Innichen, weil er klein und überschaubar ist – und mit etwas Glück schauen Nikolaus und Christkind vorbei. Toblach und Bruneck haben ein eigenes Programm für Kinder, und in Cortina wartet das Dorf des Weihnachtsmanns.
Es gibt verschiedenste Suiten und Zimmer, die natürliches Fichtenholz mit modernem Design verbinden – darunter Familiensuiten mit separatem Kinderzimmer und Spa‑Suiten mit Infrarotkabine.
Die Zimmer verfügen über Boxspringbetten, Möbel aus Naturholz, Balkon oder Loggia mit Bergblick, Wellness‑Bag mit Bademantel und Saunatuch, Kühlschrank, Telefon, Safe und Flachbild‑TV.
Viele Zimmer besitzen große Loggien oder Balkone mit Panoramaausblick auf die Sextner Dolomiten und das Tal.
Ja, in allen Zimmern und im gesamten Hotel steht kostenloses WLAN zur Verfügung.
Die Tarife richten sich nach Saison, Aufenthaltsdauer und Personenzahl.