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Frühschicht. Zuerst der Kaffee – „Kaffee, ganz klar“, sagt Stefania, „vor allem morgens.“ Dann geht es los: Die ersten Gäste reisen ab, neue kommen an, dazwischen klingelt das Telefon, und die Mails trudeln ein. Und irgendwann kommt mit ziemlicher Sicherheit die Frage aller Fragen: „Was empfehlt ihr uns heute?“
Für euch ist die Rezeption der Ort, an dem euer Urlaub beginnt und endet. Für Stefania, Cristina und Emma, drei unserer Rezeptionistinnen, ist sie ein Arbeitsplatz mit erstaunlich vielen ganz unterschiedlichen Berufen*. Wir haben den dreien Fragen gestellt und dabei gemerkt, wie viel hinter dem Tresen passiert, meist ohne viel Aufhebens.
Stefania kommt aus dem Comelico, gleich hinter dem Kreuzbergpass. Sie ist seit 2023 bei uns, mit einer kleinen Pause, in der sie ein Jahr als Travel Designerin bei einem Reiseveranstalter gearbeitet hat. Cristina aus Treviso verbringt 2026 bereits ihre fünfte Saison im Alpenblick. Nach der Tourismusschule hat sie sich ganz bewusst für die Arbeit im Hotel entschieden. Und Emma aus Venedig erlebt im selben Jahr ihre erste Saison bei uns.
*Nun, 100 Berufe sind es vielleicht nicht. Aber fünf ganz sicher. Und die stellen wir euch heute vor.
Reservierungen, Check-in und Check-out, Gästebetreuung und die Abstimmung mit den anderen Abteilungen im Haus. Emma beschreibt ihren Tag so: Am Morgen stehen die Abreisen und die ersten Neuankünfte an, dann kommen die vielen Wünsche des Tages, und am Ende wird alles für die nächste Schicht übergeben.
„An den vollsten Tagen sind es Dutzende Anrufe und jede Menge Mails und Anfragen. Und trotzdem behalten wir immer den direkten Kontakt zu den Gästen im Blick.“ – Emma
Cristina kommt pro Schicht auf rund 30 Anrufe und Mails.
– Cristina
Stefania fasst ihren Job in drei Worten zusammen: Menschen, Organisation, Überraschungen.
„Menschen, weil sie das Herz meiner Arbeit sind. Organisation, weil hinter jedem Aufenthalt viele kleine Dinge zu koordinieren sind. Und Überraschungen, weil jeder Tag etwas völlig Unerwartetes bringen kann.“ – Stefania
Wie man Gäste am besten willkommen heißt? Cristina hat darauf eine kurze Antwort: „Mit einem Lächeln.“ Und mit einem herzlichen Willkommen.
Für Stefania steckt alles in einem Wort.
„Gastfreundschaft. Für mich fasst das alles zusammen: Es geht nicht nur darum, jemanden einzuchecken oder ihm einen Schlüssel zu geben, sondern darum, dass sich ein Mensch während seines Aufenthalts willkommen, gehört und gut aufgehoben fühlt.“ – Stefania
„Was empfehlt ihr uns heute?“ ist die Frage, die Stefania am häufigsten hört. Und es ist die, die sie am liebsten beantwortet: Sie findet gern heraus, was für einen Tag sich die Gäste wünschen, und sucht dann genau das, was zu ihnen passt.
„Zuerst einmal aufmerksam zuhören. Ich versuche zu verstehen, was den Gästen gefällt und was sie sich vom Urlaub erwarten. Eine Familie mit Kindern hat andere Wünsche als ein Paar, das gern wandert.“ – Stefania
Cristina geht ähnlich vor: Sie stellt Fragen, bis sie weiß, was sich jemand wünscht. Ihr Lieblingsziel ist das Fischleintal. Ihr Rat für unterwegs passt in ein Wort: „Geduld.“ Und wenn Wetter oder Schwierigkeit einer Tour ein Thema sind, spricht sie es offen an.
Bei Emma drehen sich die meisten Fragen um das Wetter des Tages, um Wege und um Bus und Bahn. Nach dem Wetter für morgen wird Cristina dagegen nur „ab und zu“ gefragt. Im Urlaub zählt eben das Heute. Und wenn es um die Drei Zinnen geht, wollen die Gäste fast immer wissen, wie das mit dem Shuttlebus und den Parkplätzen funktioniert.
Und Stefanias Geheimtipp?
„Kein echtes Geheimnis, aber: früh am Morgen losgehen! In den Bergen haben die ersten Stunden des Tages eine ganz besondere Stimmung, und auf den Wegen ist oft weniger los. Und vor jeder Tour lohnt es sich, kurz an der Rezeption nach der aktuellen Lage zu fragen.“ – Stefania
Und das Schönste daran?
„Besonders schön ist es, wenn ein Gast von einer Wanderung zurückkommt und erzählt, wie toll es war. Vielleicht sagt er: ‚Du hattest recht, der Weg war fantastisch!‘ Dann weißt du, dass dein Tipp ein kleines bisschen dazu beigetragen hat, seinen Urlaub besonders zu machen.“ – Stefania
Manchmal geht es an der Rezeption gar nicht um Zimmer, Wege oder Wetter. Warum vertrauen sich Gäste gerade hier an?
„Vielleicht, weil wir oft die erste Anlaufstelle sind und die Gäste uns als jemanden sehen, der für sie da ist. Manchmal reicht es, einfach zuzuhören. Die Gäste sind im Urlaub, aber sie bringen natürlich auch ihre Gedanken, Sorgen und Geschichten mit.“ – Stefania
Für Cristina ist die Antwort einfach: Menschen möchten gehört werden. Bekannt ist sie für ihr Einfühlungsvermögen. Und wann ist sie mehr als „nur“ Rezeptionistin? Immer dann, wenn sie ein Problem lösen kann. Was macht sie, wenn das Telefon klingelt, während ihr jemand gerade etwas erzählt?
Und worüber plaudert man an der Rezeption am liebsten? Stefania interessiert sich für euren Tag und eure Pläne: woher ihr kommt, was ihr schon gesehen habt und was ihr noch entdecken möchtet. Cristina antwortet kurz: „Über die Gäste.“
Und wenn die Laune einmal im Keller ist?
„Manchmal reicht ein Lächeln, ein kleiner Scherz oder ein guter Tipp. Manchmal muss man zuhören und den Gast einfach reden lassen. Ich versuche immer, daran zu denken: Was für mich ein kleines Problem ist, kann für den Gast in diesem Moment sehr wichtig sein.“ – Stefania
Einen Witz, der immer funktioniert, hat Cristina nicht. Braucht sie auch nicht: Sie hat immer ein gutes Wort parat und hört zu.
Sie erinnert sich auch an einen Gast, der abreisen wollte. Sie hat ihm einen Vorschlag gemacht, ihm Zeit gelassen, und am Ende ist er geblieben. Und wenn es etwas zu feiern gibt, kümmert sie sich um Torten und Luftballons.
Ihr schönster Moment? Wenn ein Gast zufrieden abreist.
„Dann weißt du, dass du diese Zeit für ihn wichtig und wertvoll gemacht hast.“ – Cristina
Ihr schönstes Kompliment fand sie auf Tripadvisor: Dort wurde sie „perla rara“ genannt, eine seltene Perle. Die lustigsten Situationen erlebt sie mit Stammgästen.
Auch das gehört dazu. Bei Emma melden sich Gäste vor allem, wenn das WLAN nicht will oder der Fernseher im Zimmer eingerichtet werden muss. Und der gute alte Trick, ein Gerät einfach aus- und wieder einzuschalten? Laut Cristina funktioniert er tatsächlich. Meistens zumindest.
Und die Rechenkünstlerin? Verlässt sich am Ende dann doch lieber auf den Taschenrechner als auf den Kopf.
Bleibt noch eine Frage: Was würde die Rezeption über Cristina sagen, wenn sie sprechen könnte? „Dass ich, wie das ganze Team, ein wichtiger Teil vom Ganzen bin.“
Wenn ihr das nächste Mal an der Rezeption steht, wisst ihr also: Vor euch wartet eine Gastgeberin, Tourenberaterin, Zuhörerin, Gute-Laune-Managerin und IT-Expertin in einer Person. Wir freuen uns auf euch. Und Stefania ganz besonders auf eure Frage: „Was empfehlt ihr uns heute?“
Es gibt verschiedenste Suiten und Zimmer, die natürliches Fichtenholz mit modernem Design verbinden – darunter Familiensuiten mit separatem Kinderzimmer und Spa‑Suiten mit Infrarotkabine.
Die Zimmer verfügen über Boxspringbetten, Möbel aus Naturholz, Balkon oder Loggia mit Bergblick, Wellness‑Bag mit Bademantel und Saunatuch, Kühlschrank, Telefon, Safe und Flachbild‑TV.
Viele Zimmer besitzen große Loggien oder Balkone mit Panoramaausblick auf die Sextner Dolomiten und das Tal.
Ja, in allen Zimmern und im gesamten Hotel steht kostenloses WLAN zur Verfügung.
Die Tarife richten sich nach Saison, Aufenthaltsdauer und Personenzahl.